der Vornehmste

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Wurde der Koran fabriziert nach den Vorlagen der vorhergehenden Offenbarungsbücher?

Dr. Mahmoud Zakzouk antwortet:

1.     Wenn es wirklich stimmen würde, dass der Inhalt des Korans einfach nur von den früheren Offenbarungsschriften übernommen wurde, dann hätten die Zeitgenossen des Propheten Muhammad und seine Gegner darauf hingewiesen. Sie hätten ihm deswegen Vorwürfe gemacht. Alle Angriffe der Gegner Muhammads waren unbegründet und ermangelten der Beweise. Der Koran selber hat diese falschen Aussagen (wie bereits erwähnt) widerlegt.

2.     Der Koran beinhaltet viele Richtlinien und Gesetzgebungen, die in keinem anderen Offenbarungsbuch vorkommen. Der Koran berichtet darüber hinaus über Ereignisse in der Geschichte alter Völker und Prophezeiungen, die erfüllt wurden, wie z.B. die Prophezeiung über den Ausgang des Kampfes zwischen den Persern und den Römern. Weder der Prophet Muhammad noch seine Gefährten oder die Anhänger der früheren Religionen hatten eine Ahnung von diesen Geschehnissen.

3.     Der Koran fordert auf zur Wissenschaft, zur Betätigung der Vernunft und zu einer rationalen Denkweise. Aufgrund dieser neuen Lehre konnten die Muslime in kurzer Zeit eine Kultur entwickeln, die an die Stelle alter Kulturen trat und mehrere Jahrhunderte in voller Blüte stand. Wenn der Koran tatsächlich nur von den Büchern der alten Religionen abgeschrieben worden wäre, müsste man sich fragen, warum diese Religionen nicht dieselben Richtlinien und Glaubensbekenntnisse des Islam beinhalten und warum sie nicht dieselbe Rolle, die der Islam gespielt hat, innehaben.

4.    Der Koran wird durch die Harmonie zwischen seinem Inhalt und seinem Stil gekennzeichnet. Wäre er aus anderen Büchern genommen, so wäre er widersprüchlich konstruiert und ohne klare Bedeutung, da er sich dann auf mehrere Quellen stützen würde. Dazu kommt die Tatsache, dass der Koran immer die Vernunft des Menschen anspricht. Er enthält keine Legenden oder Märchen, stützt sich auf Beweise und Erklärungen und verlangt dasselbe von seinen Gegnern:

    “Bringt doch euren Beweis vor”
    (2: 11 und 27:64)

Dieses Verfahren ist eine neue Methode, die keiner anderen Religion entnommen worden ist.

5.     In Bezug auf die heidnische Kultur der vorislamischen Zeit, die der Islam übernommen haben soll, ist es klar, dass der Islam nicht nur die falschen heidnischen Glaubensgrundsätze, sondern auch die verkehrten heidnischen Gebräuche abgelehnt hat. An ihre Stelle setzte der Islam einen aufrichtigen Glauben und ein tugendreiches Leben.

Ahmadiyya

Die Ahmadiyya ist eine Gruppierung, die nach ihrem Gründer benannt wurde, nämlich: Mirza Ahmad Ghulam, einem Inder.

Die Anhänger halten fest an Quran und Sunnah, aber auch an zusätzlichen Schriften und angeblichen Offenbarungen von eben diesem Mirza  Ahmad G.

Er sah sich selbst als Prophet an, Messias und auch als Mahdi. Obendrein glaubte er auch noch, er lebe in der Enzeit und sei die Verkörperung des Krishna.

Jene, welche nicht dieser Richtung folgen, werden als vom Glauben abgefallene, Abtrünnige, gesehen.

Die Ahmadiyya ist die einzige Gruppe, die von der internationalen muslimischen Liga nicht als Muslime anerkannt wird.

Shiiten

Das Wort Shia heißt so viel wie Partei. Eigentlich: Shia´at Ali –> die Partei von Ali.

Sie behaupten, dass der Schwiegersohn des Propheten Muhammad, s.a.s., der rechtmäßige Nachfolger des Propheten, s.a.s., hätte sein müssen. Also Ali hätte der erste Kalif sein müssen und nicht Abu Bakr. Sie sagen, nur ein Verwandter kann der rechtmäßige Nachfolger sein, ein Imam. Verschiedene schiitische Untergruppen glauben an verschiedene Reihenfolgen von Imamen. Ein Imam besitzt die höchste Lehrautorität für sie und erklärt Quran und Sunnah. Sie halten ihn für unfehlbar und sündlos.

Auch ist der Glaube an den kommenden Mahdi für die Shiiten von sehr großer Bedeutung. Sie glauben, er ist der im Verborgenen lebende Imam. Auch glauben sie, dass sich alle Menschen beim Kommen des Mahdi dem shiitischen Glauben zuwenden.

Shiiten praktizieren im großen Teil die Zeitehe , auch Genussehe. Sie sehen diese als erlaubt an, welche aber im Islam nicht erlaubt ist. Zeitehe wird nur für eine bestimmte, kürzere Zeit geschlossen, um bestimmte Dinge zu legalisieren oder um sich rein zu vergnügen auf „legale“ Weise.
Die Shiiten akzeptieren die Überlieferungen der ersten drei Kalifen nicht. Sie haben eine eigene Rechtsauslegung erstellt.
Shiiten haben ein abweichendes Glaubensbekenntnis und einen abweichenden Adhan. Auch beten viele Shiiten zu Gräbern Bittgebete zu Verstorbenen.

Shiiten feiern besonders den Märtyrertod von Hussain, dem Enkel des Propheten, s.a.s.. Sie solidarisieren sich mit seinen Leiden und vollführen Rituale der Selbstgeißelung, welche keine Grundlage im Islam haben.

Nur ein Imam kennt die innere und verborgene Bedeutung des Qurans und die kann er der shiitischen Gemeinschaft mitteilen.

Man kann darüber sicherlich noch ausführlicher berichten.

Noch zu nennen sind wichtige Untergruppen: zwölfer Shia, Ismailiten, Zaiditen, Aleviten und Alawiten –> auch Nusairier.

Warum rufen die Muslime den Namen des Kaisers Akbar im Adhan und beim Beten?

Nichtmuslime verstehen das falsch. Sie denken der Kaiser Akbar wird von den Muslimen verehrt und angerufen.

Unter den indischen Königen, war der größte der Kaiser Akbar .

Das Wort des Adhan: ‚Akbar‚ hat nichts mit Kaiser Akbar zu tun. Der Adhan verwendete das Wort schon Jahrhunderte vor der Geburt des Kaisers Akbar.

Das arabische Wort „Akbar“ bedeutet „groß“. Wenn wir sagen „Allahu Akbar“ im Adhan, verkünden wir: „Allah ist groß“ oder „Allah ist der Größte“ und wir als Menschen beten nur den einen Allah an, der der größte ist.

Auf Deutsch heißt es: WASSER, in Hindi: PAANI, in Tamil: TANNI, in Englisch: WATER…etc.. Wasser hat verschiedene Namen in verschiedenen Sprachen. Ist es folglich nicht ebenso dasselbem wenn Gott entweder Allah, Ram oder Jesus heißt?

Gott hat die schönsten Namen.
„…Wie ihr ihn auch nennt, ihm stehen die schönsten Namen zu. Und mach dein Gebet (salaat) nicht (zu) laut, aber (auch) nicht (zu) leise! Schlag (vielmehr) einen Mittelweg ein!“ [Al-Qur’an 17:110]

Gott kann man bei vielen Namen nennen, aber es sollte ein schöner Name sein und der Name sollte kein geistiges Bild in uns hervorrufen und er sollte nur Eigenschaften haben, die auch Gott haben kann. Wasser kann in verschiedenen Sprachen verschiedene Namen haben, aber es kann in keiner anderen Sprache anders als Wasser genannt werden.

Wenn ich jemandem sagen will: „Trinke jeden Morgen ein Glas Wasser!“, kann ich auch nicht sagen: Trinke ein Glas Öl oder ein Glas Urin, obwohl ja für Urinieren auch oft „Wasserlassen“ gesagt wird.

Die Reinheit von Gold wird auch nicht daran gemessen, dass es in verschiedenen Sprachen verschiedene Namen hat. Es gibt nämlich dafür einen bestimmten Stein, woran das Gold gerieben wird. Diesen Stein nennt man PRÜFSTEIN.

Der Prüfstein der islamischen Theologie ist die Sure Ikhlas. Anhand der Verse kann man eindeutig prüfen, ob ein Wesen als Gott bezeichnet werden kann oder nicht.
„Sprich: Gott ist der Alleinige, Einzige und Ewige. Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt. Und nichts ist Ihm gleich.“ [Al-Qur’an 112:1-4]

Nehmen wir doch Jesus (as) zum Prüfen als Beispiel, den sie gerne zu Gott machen wollen:

„Kul huw-a-ll-ahu ahad“ – sag: Er ist Allah, der Einzige; War Jesus der Einzige? Nein, es gab viele Propheten und Gesandte, die ihm sehr ähnlich waren.

„Allahu-s- samad“ – Allah, der Ewige, Absolute;
Jesus ist zwar noch nicht gestorben, wir wissen aber, dass er vor dem jüngsten Tag sterben wird, also ist er nicht ewig. Und absolut kann er auch nicht sein, da er nicht perfekt war.

„Lam yalid wa lam yulad“ – Er zeugt nicht, noch ist er gezeugt;
Jesus wurde zwar nicht auf dem üblichen Wege gezeugt, wohl aber wurde er geboren. Dass er selber Kinder hatte, ist nirgendwo verzeichnet, dennoch macht es ihn nicht zu Gott, viele Menschen haben keine Kinder gezeugt.

„Wa lam ya kullahu kufuwan ahad“ – Und nichts ist ihm gleich.
Die Propheten gehörten zu den besten Menschen und hatten schon einen besonderen Charakter, so auch Jesus. Und doch gab es andere Menschen, die ihm ählich waren im Charakter und im Aussehen als Mensch an sich, sahen ihm viele viele Menschen ähnlich.

Überprüft also hiermit den Gott oder die Götter, die ihr anbetet!

Was bedeutet Shirk?

Vielen Nichtmuslimen wird von Zeit zu Zeit der Begriff SHIRK begegnen. Dieser Begriff ist sehr wichtig.Shirk bedeutet: teilen und/oder Gott Partner beigesellen. Im islamischen Sinne entspricht das dem Götzendienst. Partner können vielfältig sein und beschränken sich nicht nur auf andere Götter oder Menschen, sondern auch auf Tiere, Pflanzen, Steine, Gegenstände, Geld u.a.. Shirk, Beigesellung, ist die größte Sünde, die Gott niemandem vergeben wird. Der Quran beschreibt die größte Sünde in Sure Al-Nisa: „Allah vergibt nicht, dass man ihm (andere Götter) beigesellt. Was darunter liegt, vergibt er, wem er (es vergeben) will. Wenn einer (dem einen) Allah (andere Götter) beigesellt, hat er (damit) eine gewaltige Sünde ausgeheckt.“ [Al-Qur’an 4:48]

Shirk führt ins Höllenfeuer:

Der Quran sagt in Sure Ma’idah: „Ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Allah ist Christus, der Sohn der Maria. “ Christus hat (ja selber) gesagt: „“Ihr Kinder Israel! Dienet Allah, meinem und eurem Herrn!““ Wer (dem einen) Allah (andere Götter) beigesellt, dem hat Allah (von vornherein) den Eingang in das Paradies versagt. Das Höllenfeuer wird ihn (dereinst) aufnehmen. Und die Frevler haben (dann) keine Helfer.“. [Al Qur´an 5:72]

Der Gehorsam gebührt Gott allein, so wie jegliche Anbetungen und jeglicher Gottesdienst (arabisch: Ibadah).