Ahmadiyya

Die Ahmadiyya ist eine Gruppierung, die nach ihrem Gründer benannt wurde, nämlich: Mirza Ahmad Ghulam, einem Inder.

Die Anhänger halten fest an Quran und Sunnah, aber auch an zusätzlichen Schriften und angeblichen Offenbarungen von eben diesem Mirza  Ahmad G.

Er sah sich selbst als Prophet an, Messias und auch als Mahdi. Obendrein glaubte er auch noch, er lebe in der Enzeit und sei die Verkörperung des Krishna.

Jene, welche nicht dieser Richtung folgen, werden als vom Glauben abgefallene, Abtrünnige, gesehen.

Die Ahmadiyya ist die einzige Gruppe, die von der internationalen muslimischen Liga nicht als Muslime anerkannt wird.

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Shiiten

Das Wort Shia heißt so viel wie Partei. Eigentlich: Shia´at Ali –> die Partei von Ali.

Sie behaupten, dass der Schwiegersohn des Propheten Muhammad, s.a.s., der rechtmäßige Nachfolger des Propheten, s.a.s., hätte sein müssen. Also Ali hätte der erste Kalif sein müssen und nicht Abu Bakr. Sie sagen, nur ein Verwandter kann der rechtmäßige Nachfolger sein, ein Imam. Verschiedene schiitische Untergruppen glauben an verschiedene Reihenfolgen von Imamen. Ein Imam besitzt die höchste Lehrautorität für sie und erklärt Quran und Sunnah. Sie halten ihn für unfehlbar und sündlos.

Auch ist der Glaube an den kommenden Mahdi für die Shiiten von sehr großer Bedeutung. Sie glauben, er ist der im Verborgenen lebende Imam. Auch glauben sie, dass sich alle Menschen beim Kommen des Mahdi dem shiitischen Glauben zuwenden.

Shiiten praktizieren im großen Teil die Zeitehe , auch Genussehe. Sie sehen diese als erlaubt an, welche aber im Islam nicht erlaubt ist. Zeitehe wird nur für eine bestimmte, kürzere Zeit geschlossen, um bestimmte Dinge zu legalisieren oder um sich rein zu vergnügen auf „legale“ Weise.
Die Shiiten akzeptieren die Überlieferungen der ersten drei Kalifen nicht. Sie haben eine eigene Rechtsauslegung erstellt.
Shiiten haben ein abweichendes Glaubensbekenntnis und einen abweichenden Adhan. Auch beten viele Shiiten zu Gräbern Bittgebete zu Verstorbenen.

Shiiten feiern besonders den Märtyrertod von Hussain, dem Enkel des Propheten, s.a.s.. Sie solidarisieren sich mit seinen Leiden und vollführen Rituale der Selbstgeißelung, welche keine Grundlage im Islam haben.

Nur ein Imam kennt die innere und verborgene Bedeutung des Qurans und die kann er der shiitischen Gemeinschaft mitteilen.

Man kann darüber sicherlich noch ausführlicher berichten.

Noch zu nennen sind wichtige Untergruppen: zwölfer Shia, Ismailiten, Zaiditen, Aleviten und Alawiten –> auch Nusairier.

Warum gibt es so viele Gruppen im Islam, wenn doch alle Muslime dem gleichen Quran folgen?

Ganz klar: die Muslime sollten vereint sein. Leider ist es aber so, dass die Muslime heutzutage unter sich aufgeteilt sind. Dies Gruppierungen werden aber tatsächlich nicht vom Islam unterstützt. Der Islam ist zur Förderung der Einheit der Muslime da. Im edlen Quran steht:

„Und haltet Alle zusammen, an Allahs Seil fest, und teilt euch nicht untereinander auf;“ [Al-Qur’an 3: 103]

Das Seil, an dem alle festhalten sollen, ist der Quran. Und es wird aufgefordert: alle zusammen. Zusammen heißt: nicht geteilt. Alle Muslime müssen dem Quran und den authentischen Ahadith folgen. Es ist im Islam nicht zulässig, Sekten und Abspaltungen zu bilden. Auch dazu gibt es einen Beweis vom Quran:

„Mit denen, die ihre Religion (in verschiedene Gruppen) aufgeteilt haben und zu Parteien geworden sind, hast du nichts gemein. Ihre Angelegenheit steht Allah (allein) zu. (Er wird dereinst darüber entscheiden.) Und dann wird er ihnen Kunde geben über das, was sie (in ihrem Erdenleben) getan haben. „ [Al-Qur’an 6: 159]

Unser Prophet (sas) war ein Muslim. Er war nicht Sunnit oder Shiit, noch Hanafi oder Shafi u.a.. Im Quran nimmt Allah auch nicht diese Aufteilung vor, sondern er nennt uns Muslime.

Wir müssen alle großen Gelehrten des Islam akzeptieren, einschließlich der vier Imame, Imam Abu Hanifa, Imam Shafi, Imam Hanbal und Imam Malik (möge Allah mit ihnen allen sein). Sie waren große Gelehrte und möge Allah sie belohnen für ihre Forschung und harte Arbeit. Man kann nichts dagegen haben, wenn jemand mit den Ansichten und der Erforschung von Imam Abu Hanifa und Imam Shafi usw. übereinstimmt Aber wenn jemand die Frage stellt, „was bist du?“, Sollte die Antwort nur sein: „Ich bin ein Muslim“.